﻿{"id":3095,"date":"2021-05-05T10:31:35","date_gmt":"2021-05-05T08:31:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sortlist.de\/blog\/?p=3095"},"modified":"2021-05-21T18:12:44","modified_gmt":"2021-05-21T16:12:44","slug":"account-based-marketing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/account-based-marketing\/","title":{"rendered":"Account-based Marketing &#8211; das individuelle Instrument bei Businesskund:innen!"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Artikel geht es um Account-based Marketing (ABM), eine Marketingstrategie im B2B-Bereich. Wir erkl\u00e4ren in unserem Blog, wie ABM im Zusammenspiel von Vertrieb und Marketing funktioniert und in welchen Bereichen Sie es einsetzen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem erl\u00e4utern wir, welche Arten von Ziel-Accounts f\u00fcr ABM in Frage kommen. Dar\u00fcber hinaus grenzen wir den Begriff des ABM zu den Begriffen Inbound-Marketing und One-to-One-Marketing ab.<\/p>\n<h2><strong>Was ist Account-based Marketing (ABM)?<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Definition des ABM<\/strong><\/h3>\n<p>Endlich einmal ein Marketingbegriff mit einer knackigen Definition: <strong>Account-based Marketing ist das Behandeln von individuellen Accounts als jeweils eigenst\u00e4ndiger Markt<\/strong> (ITSMA: \u201eTreating individual accounts as a market in their own right.\u201c).<\/p>\n<p>Den Begriff des Account-based Marketing gibt es bereits seit Anfang der 2000er Jahre. Popul\u00e4r im Sinne eines Trends wurde er bei den Marketern jedoch erst nach 2015. Die Strategie des ABM ist im B2B-Umfeld angesiedelt und richtet sich vor allem an gro\u00dfe\/sehr gro\u00dfe Businesskunden.<\/p>\n<p>Das Motto beim ABM lautet: <strong>Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t<\/strong>.<\/p>\n<p>Es geht also nicht darum, eine breite Masse an Leads zu generieren. Der Nachteil beim Generieren von Leads ist der Funnel-Effekt. Wie bei einem Trichter werden aus vielen Leads nur wenige Sales, in der Regel weniger als 1 Prozent.<\/p>\n<p>Beim ABM hingegen sprechen Sie ausgew\u00e4hlte Key-Accounts (Target-Accounts) gezielt an. Diese Marketing-Strategie erfolgt grunds\u00e4tzlich im Zusammenspiel von Marketing-Teams und Sales-Teams. Account-based Marketing ist dabei langfristig angelegt und zielt nicht auf kurzfristige Verk\u00e4ufe angebotener Produkte und Dienstleistungen.<\/p>\n<p>ABM ist eine Strategie f\u00fcr B2B-Unternehmen. Da es relativ teuer ist, geht es nur um gro\u00dfe und sehr gro\u00dfe Kunden, oft die marktf\u00fchrenden Unternehmen in einer Branche. Bei der betreffenden Dienstleistung oder dem beworbenen Produkt muss es daher eine hohe Marge geben, sonst ist der Aufwand nicht gerechtfertigt.<\/p>\n<h3><strong>Ziele des ABM im Kontext des B2B-Marketing<\/strong><\/h3>\n<p>Heutzutage geht es beim B2B-Marketing vor allem darum, Bedarfe bei den Kund:innen zu generieren (Demand Generation). Das erfolgt zum einen durch das Inbound-Marketing und die damit verbundene Lead-Generation. Zum anderen ist die individuelle Kund:innenbearbeitung von hoher Bedeutung, diese kommt beim ABM zum Tragen.<\/p>\n<p>Die langfristig ausgelegten Ziele des Account-based Marketing liegen nicht in der Generierung von kurzfristigen Sales von Produkten\/Dienstleistungen. Diese aufw\u00e4ndige Methode verfolgt wesentlich umfassendere Ziele.<\/p>\n<p>Es geht beim Account-based Marketing darum,<\/p>\n<ul>\n<li>neue Accounts zu akquirieren (Akquise),<\/li>\n<li>vorhandene Accounts zu n\u00e4hren (Account Nurturing),<\/li>\n<li>und Accounts anwachsen zu lassen (Up-selling und Cross-Selling).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt wird der CLV durch das Account-based Marketing deutlich erh\u00f6ht. Trotz des hohen Kostenaufwands ist daher im Laufe des Customer Lifecycles ein angemessener ROI zu erwarten.<\/p>\n<h2><strong>Wie funktioniert Account-based Marketing?<\/strong><\/h2>\n<p>Beim ABM legen Sie Key Accounts fest, die Sie wie einen eigenst\u00e4ndigen Markt behandeln.<\/p>\n<h3><strong>Key Accounts<\/strong><\/h3>\n<p>Bei den Vertrieblern ist es schon lange Usus, ein Key Account Managing zu betreiben: F\u00fcr ausgew\u00e4hlte Gro\u00dfkund:innen\u00a0eines Marktes stehen Mitarbeiter:innen des Vertriebs zur Verf\u00fcgung, die nur wenige Key Accounts betreuen. Die Kontaktaufnahme erfolgt 1:1, also die Vertriebsperson richtet sich jeweils direkt an ein bestimmtes Unternehmen. Marketer wurden in das Key Account Managing normalerweise nicht mit einbezogen.<\/p>\n<p>Beim ABM werden zun\u00e4chst entsprechende Ziel-Accounts ausgemacht, und zwar in Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb. Je nach Bedeutsamkeit des Zielunternehmens erfolgt der Kontakt im Verh\u00e4ltnis 1:1. Auch eine Kontaktaufnahme und -pflege mit mehreren Kund:innen, also ganzen Kundensegmenten, kann stattfinden (1:n-Kommunikation).<\/p>\n<p>Die Bed\u00fcrfnisse der Wunschkund:innen werden so gut wie m\u00f6glich ermittelt. Die Unternehmen werden ganz gezielt mit Neuigkeiten, Trends und anderen relevanten Informationen versorgt, die genau auf die Zielkund:innen zugeschnitten sind.<\/p>\n<p>Das Abfragen von Themen der Target-Kund:innen geh\u00f6rt dabei ebenso dazu, wie exklusive Veranstaltungen. Es geht also nicht einfach um regelm\u00e4\u00dfige E-Mail-Kampagnen sondern um eine genaue Planung von verschiedenen kundenorientierten Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h3><strong>Das Buying Committee<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Entscheidungen in Unternehmen sind heutzutage komplex<\/strong><\/h4>\n<p>Das ABM richtet sich an das Buying Committee des Key Accounts, also diejenigen Personen, die an Strategie- und Kaufentscheidungen beteiligt sind.<\/p>\n<p>Aufgrund zunehmender Komplexit\u00e4t der Unternehmenswelt gibt es immer mehr Entscheider:innen in einem Buyer Center. Ein Unternehmen, das einen Kauf t\u00e4tigt, muss heute nicht nur seine Finanzen im Blick haben. Es geht auch um Fragen des weltweiten Images, um rechtliche Vorgaben wie zum Beispiel durch das neue deutsche Lieferkettengesetz, um firmeninterne Richtlinien zu Themen wie Diversity und vieles mehr.<\/p>\n<h4><strong>Verschiedene Abteilungen arbeiten zusammen<\/strong><\/h4>\n<p>Das Buying Committee setzt sich dementsprechend aus Personen unterschiedlicher Abteilungen zusammen. Einkauf, Personal, Finanzen, IT, Rechtsabteilung, Marketing, Kundenservice \u2013 sie alle k\u00f6nnen eine Rolle als Entscheider:in spielen. Eine neuere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Schnitt 6 Personen beteiligt sind, es k\u00f6nnen aber auch 10 oder mehr sein.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass im Buyer Center Entscheider:innen aus verschiedenen Professionen sitzen, stellt gleichzeitig einen Ansatz f\u00fcr die Marketingstrategie dar.<\/p>\n<p>Es ist wichtig, Kenntnis \u00fcber m\u00f6glichst viele Faktoren zu erlangen, die f\u00fcr die Entscheider:innen von Belang sind. Die Marketingkommunikation kann bei genau diesen Themen ansetzen und L\u00f6sungen f\u00fcr bestehende Probleme anbieten. Insofern handelt es sich beim ABM um eine sehr ausgefeilte Go-to-Market-Strategie.<\/p>\n<h2><strong>Wunschkunden von 1 bis 1000+<\/strong><\/h2>\n<p>Beim ABM kommt es auf die Gr\u00f6\u00dfe der Zielgruppe an: Geht es um einen einzigen Ziel-Account und dessen Buying Committee? Oder soll ein ganzes Kundensegment angesprochen werden? Falls ja, wie gro\u00df ist das geeignete Kundensegment?<\/p>\n<h3><strong>Klassisches Account-based Marketing mit sehr wenigen Kund:innen (Strategisches ABM)<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>1:1 ist aufw\u00e4ndig, aber sehr erfolgversprechend<\/strong><\/h4>\n<p>Wenn es sich um entsprechende Gro\u00dfkund:innen handelt, ist die 1:1-Methode die erfolgversprechendste. Mehrere Studien bescheinigen, dass auf diesem Weg die h\u00f6chsten Gewinne generiert werden.<\/p>\n<p>Hier geht es wirklich um ein Marketing, das auf die Entscheider:innen eines einzelnen Buyer Centers zugeschnitten ist. Von klassischem ABM spricht man bei maximal 50 Key-Accounts.<\/p>\n<p>Das ausfindig machen von Target-Accounts beim strategischen ABM ist im Normalfall ohne technische Hilfsmittel m\u00f6glich. Wenn Ihr Unternehmen ein Nischenprodukt f\u00fcr eine handvoll potenzieller Kund:innen herstellt, brauchen Sie zu deren Ermittlung keine spezielle Software.<\/p>\n<p>Neben entsprechenden Mailings (E-Mail und Snail-Mail) kommen auf den Kunden oder die Kundin zugeschnittene Pr\u00e4sentationen zum Einsatz. Diese k\u00f6nnen direkt im Target-Unternehmen erfolgen oder das Buying Committee kommt auf Einladung zu Ihnen, beispielsweise um sich einen Produktionsprozess vor Ort anzusehen.<\/p>\n<h4><strong>Beispiel f\u00fcr One-to-One-Marketing\u00a0<\/strong><\/h4>\n<p>Stellen Sie sich beispielsweise einen Autozulieferer vor. Um den Auftrag des Kunden zu erhalten (Akquise), zu behalten (Account-Nurturing) oder zu erweitern (Up-Selling oder Cross-Selling) sprechen Sie eine pers\u00f6nliche Einladung aus. Das Buying Committee kommt zu Ihnen, also in das einladende Unternehmen, schaut sich eine neue Produktionsstra\u00dfe an und wird in einer eigens erstellten Pr\u00e4sentation auf deren Vorteile aufmerksam gemacht.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation wurde von Marketing und Vertrieb gemeinsam vorbereitet, unter Hinzuziehung anderer relevanter Gebiete wie HR-Abteilung und IT-Abteilung. Falls relevante Themen weitere Referate in Ihrem Unternehmen ber\u00fchren (zum Beispiel die Rechtsabteilung), k\u00f6nnen diese in die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung einbezogen werden. Insofern kann sich die Beteiligung verschiedener Ressorts nicht nur auf das Zielunternehmen beziehen, sondern auch auf die werbende Firma.<\/p>\n<h4><strong>Anders als der klassische Vertrieb<\/strong><\/h4>\n<p>Sie sehen, dass diese Methode recht aufw\u00e4ndig ist, von daher ist sie im Segment der Gro\u00dfkund:innen angesiedelt. Gemeint ist hier jedenfalls nicht, dass ein:e Vertriebler:in mit einem Marketing-Koffer die einzelnen potenziellen Unternehmen abklappert.<\/p>\n<p>Zwar liegt auch in letzteren Fall ein 1:1-Kontakt vor. Es ist aber keine speziell auf den Ziel-Account zugeschnittene Marketingma\u00dfnahme unter aktiver Beteiligung von Vertrieb und Marketing. ABM beinhaltet in der Regel eine l\u00e4ngerfristig angelegte, ressort\u00fcbergreifende\u00a0 Strategie, mit mehreren Touchpoints.<\/p>\n<h3><strong>ABM-Lite oder Cluster Marketing<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>One-to-Few: ABM f\u00fcr maximal 1.000 Accounts<\/strong><\/h4>\n<p>Bei der Light-Version des ABM (\u201clight\u201d wurde im Amerikanischen zu &#8222;lite&#8220; simplifiziert) geht es nicht um einzelne Kund:innen, sondern um Kundensegmente mit maximal 1.000 Accounts. Mit diesem ABM richten Sie sich demnach an 1:n oder One-to-Few.<\/p>\n<p>Beim oben genannten Beispiel eines Autozulieferers w\u00fcrden Sie Ihre neue Produktionsstra\u00dfe nicht nur einem Autohersteller vorstellen, mit dem Sie vielleicht schon zusammen arbeiten. Stattdessen laden Sie mehrere Autohersteller (gleichzeitig oder separat) ein, die sich in Ihrer Reichweite befinden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3096\" src=\"https:\/\/www.sortlist.de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash.jpg\" alt=\"Account-based Marketing in der Industrie\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash.jpg 640w, https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash-50x33.jpg 50w, https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash-288x192.jpg 288w, https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash-576x384.jpg 576w, https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash-339x226.jpg 339w, https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash-373x249.jpg 373w, https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash-478x319.jpg 478w, https:\/\/www-de.sortlist-test.com\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2021\/04\/science-in-hd-oono0llxzrm-unsplash-516x344.jpg 516w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Oder stellen Sie sich einen Hersteller spezieller Software-Dienstleistungen im Business-Bereich vor, zum Beispiel f\u00fcr IT-Tools bei Gro\u00dfbanken. Diese Tools k\u00f6nnen an das Kundensegment &#8222;Gro\u00dfbanken&#8220; in gleicher Weise vermarktet werden. Voraussetzung ist, dass Sie unter Ihren Accounts die Gro\u00dfbanken entsprechend ermitteln und diese speziell betreuen.<\/p>\n<h4><strong>Kundensegmentierung mit technischen Hilfsmitteln<\/strong><\/h4>\n<p>Bei dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung ist es sinnvoll, technische Methoden zur Ermittlung der Target-Accounts einzusetzen. Durch Anwendung von Software ermitteln Sie \u00fcbereinstimmende Faktoren, die eine Kundensegmentierung erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Falls Sie inhouse nicht \u00fcber das entsprechende Know-How verf\u00fcgen, sollten Sie <a href=\"https:\/\/www.sortlist.de\/data-consulting\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die Hilfe einer professionellen Datenberatung in Anspruch nehmen<\/a>.<\/p>\n<h3><strong>Hybrides Account-based Marketing oder Programmatisches ABM<\/strong><\/h3>\n<p>Am Begriff &#8222;hybrid&#8220; erkennen Sie schon, dass wir nun die reine Lehre des ABM verlassen. Nun geht es um die Ansprache von gr\u00f6\u00dferen Kundengruppen, die Sie mittels Kundensegmentierung ermitteln.<\/p>\n<p>Gemeint sind mehr als 1.000 Accounts, nach oben ist dabei keine Grenze definiert. Es kann sich um mehrere definierte Branchen handeln oder um einen geographisch eingegrenzten Bereich.<\/p>\n<p>F\u00fcr die festgelegten Segmente werden spezifische Marketingprogramme entwickelt. Diese Methode ist ohne Einsatz von automatisierten Prozessen und ohne Nutzung von ABM-Software nicht denkbar.<\/p>\n<p>Wie bei den kleineren Zielgruppen werden auch beim programmatischen ABM Faktoren gesucht, die innerhalb der Account \u00fcbereinstimmen und mit deren Hilfe ein zielgerichtetes Marketing erfolgt.<\/p>\n<h2><strong>Unterschied zwischen One-to-One-Marketing und klassischem Account-based Marketing<\/strong><\/h2>\n<p>Account-based Marketing richtet sich gezielt an einen einzigen oder sehr wenige Kund:innen ist demnach ein One-to-One-Marketing.<\/p>\n<p>Allerdings wird dieser Terminus auch in einem weiteren Sinn benutzt: Beim One-to-One-Marketing geht es auch um das massenhafte individuelle Zuschneiden von Marketingma\u00dfnahmen auf einzelne Kund:innen mit Hilfe von Methoden der Datenverarbeitung. In der simpelsten Form ist das eine pers\u00f6nliche Ansprache mit Namen, die heute zum Standard geh\u00f6rt, sowohl bei E-Mails als auch bei Printwerbung.<\/p>\n<p>Doch One-to-One-Marketing kann deutlich komplexer sein. Kennen Sie die Geburtstagsvideos von Facebook? Sie erfreuen sich aufgrund ihrer Individualit\u00e4t gro\u00dfer Beliebtheit und werden oft in der eigenen Chronik mit Familie und Freundeskreis geteilt.<\/p>\n<p>Facebook benutzt Fotos, die die User:innen in ihrem pers\u00f6nlichen Account hochgeladen haben. Diese werden mit Hilfe von KI ausgewertet. Der Algorithmus erkennt, in welchem Bezug die Nutzer oder die Nutzerin zu den Personen auf den Bildern stehen. Au\u00dferdem erkennt die KI anhand der Likes, ob die Bilder mit traurigen oder freudigen Gef\u00fchlen in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n<p>Die Fotos werden intelligent mit einer Art Videoschablone verarbeitet und am Ende kommt ein sehr pers\u00f6nliches Video dabei heraus. Somit richtet sich das One-to-One-Marketing von Facebook an Milliarden von Nutzerinnen und Nutzern.<\/p>\n<p>Eine pers\u00f6nliche 1:1-Beziehung wird suggeriert, doch am einen Ende des Austauschs agiert eine KI. Das Pers\u00f6nliche wird lediglich durch technische Ma\u00dfnahmen erreicht.<\/p>\n<p>Das Account-based Marketing im erweiterten Sinne kann sich zwar auch an eine etwas gr\u00f6\u00dfere Gruppe (Hunderte oder Tausende) richten. Diese Art von Ansprache setzt aber zumindest eine Kundensegmentierung bzw. ein bestimmtes Buyer Profile voraus. Beim Prinzip des ABM spielt der Faktor Mensch auf beiden Seiten eine Rolle. Je gr\u00f6\u00dfer das angesprochene Kundensegment, desto mehr geht diese Komponente verloren.<\/p>\n<h2><strong>Unterschied zwischen Account-based Marketing und Inbound-Marketing<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Inbound-Marketing hat die Richtung von den Kund:innen zum Unternehmen<\/strong><\/h3>\n<p>Beim Inbound-Marketing kommen die potenziellen Kund:innen von sich aus auf das werbende Unternehmen zu (englisch &#8222;inbound&#8220; = &#8222;eingehend&#8220; oder &#8222;einw\u00e4rts&#8220;).<\/p>\n<p>Das Ziel des Inbound-Marketings ist es \u2013 ganz kurz gefasst \u2013 Traffic zu erzeugen, der einen Lead generiert und in einen Kauf m\u00fcndet. Heutzutage stellt Inbound-Marketing die bevorzugte Form des Marketing dar.<\/p>\n<p>Ein Beispiel w\u00e4re das Anschauen eines Videos auf Social Media und das darauffolgende Anklicken der Firmenwebsite. Oder Interessierte gelangen durch Suchen bei Google und Co. auf den suchmaschinenoptimierten Blog eines Unternehmens. In jedem Fall soll die interessierte Person sich dort m\u00f6glichst noch weiter nach &#8222;einw\u00e4rts&#8220; bewegen, also weiterklicken, einen Newsletter abonnieren usw.<\/p>\n<p>Einige Schlagw\u00f6rter des Inbound-Marketing sind Lead, Content-Marketing, Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Es geht in erster Linie um den Lead, in zweiter Linie um den Kauf.<\/p>\n<h3><strong>Account-based Marketing erfolgt vom Unternehmen in Richtung Kunde oder Kundin<\/strong><\/h3>\n<p>ABM hingegen ist ganz klar nach au\u00dfen gerichtet. Das werbende B2B-Unternehmen ermittelt wichtige Target-Accounts und entwickelt eine Marketingstrategie, die sich speziell an diese potenziellen oder schon vorhandenen Kund:innen richtet. Account-based Marketing ist zielgerichtet und setzt auf Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t. Es wird daher nur im B2B-Marketing eingesetzt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus geschieht Inbound-Marketing normalerweise im Rahmen einer Kampagne. Account-based Marketing hingegen ist eine langfristig angelegte Strategie und keine Kampagne zum Gewinnen von Leads. ABM ist eine Strategie, die auf Jahre oder sogar Jahrzehnte angelegt ist.<\/p>\n<p>Beide Ans\u00e4tze k\u00f6nnen auf die jeweiligen Phasen der Customer Journey (Awareness Phase, Consideration Phase, Decision Phase) abgestimmt sein.<\/p>\n<h2><strong>Welche Vorteile hat B2B-Marketing mit einer ABM-Strategie?<\/strong><\/h2>\n<p>Account-based Marketing (ABM) als personalisierte individuelle Strategie f\u00fcr Key-Accounts ist teuer. Es hat hohe Personalkosten und kann hohe Materialkosten verursachen.<\/p>\n<p>Doch die Vorteile liegen auf der Hand:<\/p>\n<ul>\n<li>Deutlich h\u00f6here Gewinne,<\/li>\n<li>Erh\u00f6hte Planungssicherheit f\u00fcr beide Seiten,<\/li>\n<li>Verbesserter Customer Lifetime Value,<\/li>\n<li>Bessere Organisation der Sales,<\/li>\n<li>Gezielter Einsatz des Marketingbudgets ohne Trichter-Effekt,<\/li>\n<li>Win-Win-Situation f\u00fcr werbendes Unternehmen und Target-Account durch Gestaltung individueller Produkte und Dienstleistungen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Was sollten B2B-Marketer beim Account-based Marketing beachten?<\/strong><\/h2>\n<p>Im Normalfall werden in einem Unternehmen mehrere Marketingstrategien parallel eingesetzt. Sie werden also ABM zus\u00e4tzlich zu anderen Marketingstrategien nutze . Ein alleiniger Einsatz von Account-based Marketing ist nur in speziellen Marktnischen mit wenigen Kund:innen denkbar.<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass f\u00fcr diese Strategie die Marketingabteilung und der Vertrieb zusammenarbeiten m\u00fcssen. Das setzt eine Unternehmenskultur mit guten Kommunikationsinstrumenten voraus.<\/p>\n<p>Die Erfolge des ABMs sollten st\u00e4ndig \u00fcberwacht und gemessen werden. Hierf\u00fcr kommen spezielle Software-Tools zum Einsatz. <a href=\"https:\/\/www.sortlist.de\/digitales-marketing\/berlin-de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Experten f\u00fcr digitales Marketing<\/a> stehen Ihnen sowohl f\u00fcr das Entwickeln einer ABM-Strategie f\u00fcr Ihre Wunsch-Accounts, als auch f\u00fcr das \u00dcberwachen derselben, mit Rat und Tat zur Seite.<\/p>\n<p>Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel in unserem Blog einen ersten Einblick und einige Tipps zum Thema Account-basiertes Marketing geben konnten. Bei der Umsetzung w\u00fcnschen wir viel Erfolg!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Artikel geht es um Account-based Marketing (ABM), eine Marketingstrategie im B2B-Bereich. Wir erkl\u00e4ren in unserem Blog, wie ABM im Zusammenspiel von Vertrieb und Marketing funktioniert und in welchen Bereichen Sie es einsetzen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem erl\u00e4utern wir, welche Arten von Ziel-Accounts f\u00fcr ABM in Frage kommen. 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